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Loreley: Anfrage im Kreistag

In einer Anfrage an die Kreisverwaltung erkundigen sich die Grünen nach den neuerlichen Plänen zur Errichtung einer Hotel- und Ferienhaussiedlung auf dem Loreley-Plateau

 

"Mit Besorgnis nehmen wir zur Kenntnis, dass auf dem Loreley-Plateau ein Ferienpark mit einem Hotel von 700 Betten entstehen soll. Die neuerlichen Planungen weichen erheblich vom ursprünglichen Siegerentwurf des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Loreley-Plateaus ab", so Fraktionsvorsitzender Leo Neydek in einer Anfrage an die Kreisverwaltung.

 

 

 

Auch wenn die nunmehr geplante Anlage, wie in den Medien berichtet, talseitig außerhalb des Sichtfeldes liegen solle, stelle sich für die Grünen die Frage, ob ein solch überdimensionierte Hotelsiedlung nicht den außerordentlichen universellen Wert der Loreley als Mythos der Rheinromantik empfindlich beeinträchtige. Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz sieht eine Gefahr für den Welterbestatus, wenn die Pläne so umgesetzt werden würden wie derzeit bekannt sei. Auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ würde die Deutsche UNESCO-Kommission in Bonn dringend dazu raten, eine frühzeitige Abstimmung mit dem UNESCO-Welterbezentrum in Paris und seinen Beratungsgremien herbeizuführen, so heißt es in der Anfrage weiter.

Die Grünen wollen von der Verwaltung wissen:

 

  • Sind die Pläne mit der UNESCO bzw. der ICOMOS abgestimmt? Wenn ja, auf welche Weise?

  • Gibt es eine schriftliche Stellungnahme der UNESCO dazu? Wenn ja, bitten wir um eine Kopie dieser Stellungnahme.

  • In der Vorplanungsphase zur Neugestaltung des Loreley-Plateaus war die SGD-Nord als Genehmigungsbehörde eingebunden und hat auch das Wettbewerbsverfahren begleitet. Gibt es eine Stellungnahme dieser Behörde zu den geplanten Abweichungen des ursprünglichen Entwurfs? Wenn ja, bitten wir um eine Kopie dieser Stellungnahme.

  • Gemäß UVP Anlage 1, Nr. 18.1.1 ist bei Vorhaben zum Bau eines Feriendorfes, eines Hotelkomplexes oder einer sonstigen großen Einrichtung für die Ferien- und Fremdenbeherbergung, für den im bisherigen Außenbereich im Sinne des § 35 des Baugesetzbuches ein Bebauungsplan aufgestellt wird, mit einer Bettenzahl von jeweils 300 oder mehr oder mit einer

    • Gästezimmerzahl von jeweils insgesamt 200 oder mehr eine Umweltverträglichkeitsprüfung verpflichtend. Ist diese UVP schon erfolgt? Wenn ja, mit welchem Ergebnis?

    • Gibt es ein Konzept zur verkehrlichen Anbindung an den Hotelkomplex?

    • Sicher sind die langfristigen Auswirkungen auf die talseitige Gastronomie, also auch für den Zeitraum nach der BUGA, untersucht worden. Für die Überlassung einer Kopie der Studie sind wir sehr dankbar.

    • Investitionen in dieser Größenordnung bergen immer Risiken, weil zukünftige Entwicklungen nicht mit Sicherheit vorhergesehen werden können. Gibt es einen Plan B, der wirksam wird, wenn die zu BUGA durchaus zu erwartende erhöhte Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten nach der BUGA allmählich abklingt? Gibt es so etwas wie eine „Rückbauversicherung“?

    • Der Hotelbetrieb in der geplanten Größenordnung wird einen erhöhten Trinkwasserverbrauch nach sich ziehen. Ist die bestehende Wasserversorgung dem steigenden Bedarf gewachsen oder muss das Versorgungsnetz noch ertüchtigt werden? Die gleiche Frage stellt sich natürlich für die Entsorgung der Abwässer.

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